Vortragsreihe

Sommer 2017

Bereits zum 4. Mal findet die Neugarten-Vortragsreihe statt.
Auch 2017 hat sich der Verein Neugarten um Vorträge zu gesellschaftskritischen Themen bemüht und hervorragende ReferentInnen dazu eingeladen. Wie immer wird die Teilnahme gratis sein – eine Kollekte für die Vortragenden kann jedoch gegeben werden.

Jeweils 18:30 Uhr Führung durch den Neugarten, 19:00 Uhr Beginn Vortrag auf der Neugarten-Terrasse (bei Schlechtwetter im Neubad).

Flyer Vortragsreihe 2017

Details zu den Vorträgen 2017:

18. Mai: From Leaf to Root – das etwas andere Filet vom Gemüse

Referent: Maurice Maggi, Guerillagärtner, Koch, Wildpflanzensammler und Autor

Wassermelonenschalen-Chutney, Gedämpfte Hopfentrieb „Spargeln“, Frittierte Maishaare: Vieles, das auf dem Kompost landet, würde sich vorzüglich auf dem Teller machen. Was in anderen Ländern eine Delikatesse ist, kennt man bei uns nicht.
Wir erfahren auch, was wir aus dem Wald oder der „wilden“ Stadt in der Küche verwenden können.

8. Juni: Meinungsbildung in der postfaktischen Gesellschaft – wo kann ich mich heute noch unabhängig informieren?

Referent: Helmut Scheben, 20 Jahre Redaktor und Reporter beim Schweizer Fernsehen SRF, davon 16 Jahre bei der Tagesschau; schreibt heute u.a. für das Online-Portal infosperber.ch

Fakenews, grossformatige Werbung, gekaufte Zeitungen: Wo können wir uns noch unabhängig informieren? Welchen Medien ist zu trauen? Helmut Scheben berichtet aus seiner langjährigen Erfahrung als Journalist. Er wird unter anderem erläutern, wieso die meisten westlichen Medien völlig befangen über den Krieg in Syrien berichten.

22. Juni: Wohnen nach Permakulturprinzipien

Referenten: Tilla Künzli und Anton Küchler, Permakulturisten vom Balmeggberg

29. Juni: Pestizide: Die Erfolgsgeschichte industrieller Landwirtschaft. Zurecht?

Referent: Phillipp Schenkel, Greenpeace

Ein Einblick:
Was sind Pestizide? Wo werden sie verwendet und seit wann?
Wie kann ich mich persöhnlich einsetzen?

31. August: Wohn(alpt)raum – steigende Mieten trotz sinkenden Zinsen?

Referent: Cyrill Studer, Mieterinnen- und Mieterverband LU, NW, OW, UR

Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Wohnen ist Heimat, Geborgenheit, Identifikation – und wird zunehmend teurer.
Was sind die Gründe, wie geht es weiter, welche Lösungen gibt es?

7. September: Kollektiver Irrtum!
Geld – ist nicht das, was wir denken und tut nicht, was wir erwarten.

Referent: Christoph Pfluger, Journalist, Herausgeber des Zeitpunkt Magazin und Autor von „das nächste Geld“

Wer das Geld nicht versteht, das die Welt regiert, kann auch die Welt nicht verstehen. Die Banken schöpfen Geld aus dem nichts. Wir müssen sie dafür retten.

21. September: Auswege aus der Konsumfalle

Referent: Peter TrübnerSoziologe

Konsum und Identität: Die feinen Unterschiede im Konsumverhalten
Konsum und Bedürfnisse: Entfremdung durch Konsum. Ersatz-Befriedigung ohne Ende.
Konsum und Produktion: Das Wachstum der Industrienationen
Konsum und Destruktion: Ökologie – Zerstörung der Welt. Humanität – Zerstörung des Selbst.

Was tun? Konsumverweigerung? Oder die Lust auf Konsum.
Was brauchen wir wirklich? Die Macht der Konsumenten!


Sommer 2016

4. Mai: Saatgut-Erhalt und -Vielfalt

18. Mai: Die Schweizer Medienlandschaft – Wer macht die News?

1. Juni: Glücksschule

15. Juni: Luzerner Projekte stellen sich vor

6. Juli: Was wir anderswo auslösen, wenn wir hier ein Heidelbeerjoghurt essen

08. September: Bis zum letzten Tropfen – unser Wasserverbrauch und seine Folgen (Datum krankheitsbedingt von 29.06. auf 08.09. geändert!)

 

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Vortragsreihe


Details zu den Vorträgen:

 

4. Mai: Saatgut-Erhalt und -Vielfalt

Referentin: Esther Meduna, Pro Specie Rara

Ochsenherz, Chioggia, Forellenschluss und Blauer Schwede: Hinter diesen speziellen Namen verbergen sich rare Gemüsesorten, die, dank ProSpecieRara, heute wieder vermehrt erhältlich sind.

Erfahren Sie, was hinter dieser Erhaltungsarbeit steckt und wie Sie sich konkret als KonsumentIn oder HobbygärtnerIn für die Vielfalt einsetzen können. Als Abschluss wird praktisch gezeigt, wie Sie selbst einfach Saatgut von Tomaten ernten können.
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18. Mai: Die Schweizer Medienlandschaft – Wer macht die News?

Referent: Paul Knüsel, Journalist

Die Schweizerinnen und Schweizer sind medial bestens versorgt und haben eine ausgiebige Wahl unter Online-Kanälen sowie unter zahlreichen nationalen, regionalen und lokalen Tages- oder Wochenzeitungen. Dahinter aber straffen die Verlagshäuser den Aufwand und kürzen Ressourcen im traditionellen Mediengeschäft. Wie beeinflusst dies die unabhängige Berichterstattung?
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1. Juni: Glücksschule

Referent: Pascal Furrer

Was bedeutet Dasein? Während diesem Zusammensein erkunden wir gemeinsam diese Frage und beleuchten die Verbindungen mit der Haltung des lernenden, des begleitenden Menschen und die Chance, die das Geschenk des Lebens in allem offenbart.
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15. Juni: Luzerner Projekte stellen sich vor

Foodcoop

Die Foodcoop ist eine Lebensmittelkooperative, d.h. ein Zusammenschluss von Menschen, welche ihre Lebensmittel gemeinschaftlich beziehen. Sie wollen dadurch das Konsumverhalten vermehrt selbst bestimmen: Sie unterstützen die Produktionsarbeit von Kleinbetrieben und wollen ihr Geld nicht mehr in den Taschen von Grosshändlern verschwinden sehen.

 

ProKarma

Prokarma ist der Name eines Vereins mit Sitz in Hochdorf. Sie sind eine Gruppe junger Erwachsenen, die einen Weg in eine andere Zukunft suchen. Sie suchen den bewussten Umgang mit sich selbst, dem Umfeld und der Natur. Sie wollen Menschen begeistern und inspirieren.
Helfen, Teilen und Schenken ist ihr Prinzip, das sie aus dem Trott des bisherigen sozialen und wirtschaftlichen Systems befreien soll.

 

Gmüeschorb – Regionale Vertragslandwirtschaft Luzern (RVL-Luzern)

Das RVL-Projekt in Luzern hat sich zum Ziel gesetzt, KonsumentInnen in der Stadt mit frischem, ökologisch und fair produziertem Gemüse sowie weiteren Produkten vom Bauernhof aus der Region zu versorgen und den Produzenten eine grössere Abnahmesicherheit zu garantieren. Das Projekt wurde 2011 von einem kleinen nicht gewinnorientierten Verein ins Leben gerufen. Mit einem Bio-Landwirtschaftsbetrieb aus Adligenswil konnte eine ideale Partnerschaft eingegangen werden.

 

IG Gemüseacker

Die IG Gemüseacker vereint Leute aus Luzern und Umgebung und sie verfolgen die Idee, gemeinsam gesundes Gemüse anzubauen. Sie wollen in Selbstverantwortung einen Acker bewirtschaften und Gemüse für deren Eigengebrauch produzieren. Derzeit sind sie auf der Suche nach Pachtland und 50-100 Haushalten, die mitmachen möchten. Die Interessensgemeinschaft orientieren sich an bestehenden Initiativen in Zürich oder Bern (z.B. ortoloco).

Verantwortlich: Lukas Bäurle
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6. Juli: Was wir anderswo auslösen, wenn wir hier ein Heidelbeerjoghurt essen

Referent: Romano Paganini, Journalist und Lehm-Maurer

Ein Heidelbeerjoghurt zum Frühstück scheint eine unscheinbare Sache: die Milch aus dem Appenzell, die Heidelbeeren aus dem Bündnerland und der Zucker aus Luzern. Doch ist dem wirklich so? Woher kommt, was wir täglich in unsere Münder schieben? Wie wurde es kultiviert? Und vor allem: Was löst unsere Konsum in der Schweiz anderswo auf der Welt aus?

Romano Paganini, zwischen 2009 und 2015 wohnhaft in Argentinien, ist diesen Fragen nachgegangen. Der Journalist, Gärtner und Lehmbau-Maurer besuchte einerseits urban-gardening-Projekte in Valencia, Buenos Aires und San Francisco, andererseits arbeitete er mit Lehmhaus-Konstrukteuren in Patagonien und Selbstversorgern in Uruguay. Auch reiste er mehrmals in die argentinischen Sojafelder und sah wie Gemüse und Tiere industriell hergestellt werden. Was sind unsere Antworten auf die Krisen im 21. Jahrhundert? Konstruktives fand der 33-Jährige bei Permakultur-Projekten, in Gesprächen mit Indigenen Lateinamerikas und im Buen vivir.
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08. September: Bis zum letzten Tropfen –
unser Wasserverbrauch und seine Folgen

Datum krankheitsbedingt von 29.06. auf 08.09. verschoben!

Referenten: 2000-Liter Gesellschaft, ewl

2000-Liter Gesellschaft:
Wo steht die Schweiz im globalen Vergleich zum Pro-Kopf Wasserkonsum? Wie abhängig ist die Schweiz von internationalen Wasserressourcen? Wo wird das Wasser zur Produktion von Gütern für den Schweizer Konsum entnommen?

ewl:
https://www.ewl-luzern.ch/privatkunden/

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Sommer 2015:

Neubad_Vortragsreihe_2HJ_A4 - KopieNeubad_Vortragsreihe_A6_fin

 

 

 

21. Mai: Ernährungssouveränität

Für eine vielfältige, bäuerliche und gentechfreie Landwirtschaft.

Referat und Diskussion mit Ulrike Minkner (Bäuerin und Vizepräsidentin von Uniterre) und Mathias Stalder (Uniterre).

Das Konzept Ernährungssouveränität wurde von Via Campesina entwickelt und beim Welternährungsgipfel 1996 in die öffentliche Debatte eingebracht. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum und nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne. Mit der nationalen Initiative für Ernährungssouveränität, die Ende September 2014 von der Bäuerinnen- und Bauerngewerkschaft Uniterre lanciert wurde, gewinnt auch in der Schweiz das Thema an Terrain. Was bedeutet Ernährungssouveränität? Wie können wir eine nachhaltige, regionale und ökologische Versorgung mit Lebensmitteln fördern und sicherstellen? Welche guten Beispiele gibt es und mit welchen Mitteln können wir diese umsetzen?

Weitere Informationen zur Initiative: www.ernaehrungssouveraenitaet.ch

4. Juni: Neustart Schweiz

Das Nachbarschaftsmodell von «Neustart Schweiz» setzt der Ressourcenverschwendung ein Ende und bewirkt eine massive Verbesserung der Lebensqualität.

Mit Fred Frohofer, Vorstandsmitglied des Vereins Neustart Schweiz.

Gemeinsam geniessen – statt einsam verzichten; nicht bloss Wohnungen, sondern Nachbarschaften errichten: Das ist das Konzept von «Neustart Schweiz». Durch den Umbau unserer anonymen Siedlungen in ökologisch und sozial integrierte Nachbarschaften mit einem intensiven Innenleben und einer Nahrungsmittelversorgung auf Basis von «Community Supported Agriculture», können wir die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft übertreffen, den Planeten retten – und zusammen viel Spass haben!

Weitere Informationen zum Verein: http://neustartschweiz.ch/

17. Juni: Wir sind die Geldschöpfer

Lösungskonzepte für ein gerechtes Geld- und Austauschwesen.

Mit Theres Schöni, Koordinatorin der „Initiative für ein gerechtes Geldwesen“.

Mit dem bisherigen Schuldgeld- und Zins-System ist es nicht möglich, jemals aus der Schuldenfalle hinauszugelangen. Daher ist es notwendig, eine andere Form der Geldschöpfung umzusetzen, in der jeder produktive Bürger ursächlich zum Geldschöpfer wird, indem er eine Dienstleistung erbringt oder ein Produkt schafft.
Wir besprechen Lösungen, welche den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch harmonisieren und alle Menschen zu unabhängigen Geldschöpfern werden lassen.

Weitere Infos: LOVB

2. Juli: Recycling, Upcycling und was passiert mit den Wertstoffen?

Bier aus Dosen oder doch besser aus Glasflaschen?

Mit Fredy Dinkel, Bereichsleiter Umweltberatung bei der Carbotech AG

Wir Schweizer rühmen uns für all die PET-Flaschen, die wir ohne Pfand Jahr für Jahr ins Recycling geben. Doch was bringt das? Und was ist mit all den Anderen Kunststoffen? Sollten die nicht kompostierbar sein? Ein genauer Blick auf die Zusammenhänge lohnt sich.
Mit Hilfe sogenannter Ökobilanzen wirft Fredy Dinkel mit uns einen Blick in die Stoffkreisläufe von Alu, PET und Co.

20. August: TiSA

Alle Macht den Multis?

Mit Stefan Giger, Generalsekretär der Gewerkschaft VPOD

Das Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TISA) will alle Dienstleistungen deregulieren, vom Trinkwasser bis zur Müllabfuhr, von der Post bis zum Strafvollzug, von der Bildung bis zum Altersheim.

Weitere Infos zum Komitee Stop TiSA und der Petition: http://stop-tisa.ch/wordpress/

27. August: HONIGBIENEN

Einblicke in die Magazinimkerei

Mit Stefan Jans

Ein Einblick in die Magazinimkerei. Werkzeug und Magazin zum Anfassen und Honig zum Probieren. Zwei Jungimker zeigen wie ein Zandermagazin funktioniert und erklären das wichtigste zur Bienenhaltung und der Lebensweise dieser faszinierenden Insekten.

11. September: Workshop Foodwaste

Abschlussevent der Vortragsreihe 2015
Unter anderem mit: Food Save Luzern, Ohne Geld

Einige Projekte/Vereine, die bereits aktiv gegen Lebensmittelverschwendung arbeiten stellen sich vor und leiten dann Posten an. Bei diesen verschiedenen Posten werden folgende Fragen diskutiert:

+ Was können wir gegen Foodwaste unternehmen?
+ Was läuft schon?
+ Was sind die Erfahrungen?
+ Wo kann ich mithelfen?

Nach dem Workshop feiern wir den Abschluss der Vortragsreihe 2015 mit aktiver Foodwaste-Bekämpfung. Das Projekt „Ohne Geld“ schwingt noch einmal den Kochlöffel für uns und zaubert ein spontanes Mahl, mit dem, was ansonsten in diesen Tagen weggeworfen werden müsste.

Mit freundlicher Unterstützung von:

 

Sommer 2014

23.07. Permakultur – nachhaltige Landnutzung in der Zentralschweiz

06.08. Gemeinwohl Ökonomie – das Geschäftsmodell für nachhaltige Unternehmen

27.08. Foodwaste – die Rolle von Grossverteilern und Konsumenten

10.09. Decroissance – ein positiver Ausweg aus der Massenkonsumgesellschaft